
Dicht am Viadukt steht die 1489 im Flamboyant Stil erbaute Kirche St.-Mélaine. Da sie bei den Bombenangriffen im zweiten Weltkrieg stark beschädigt wurde, musste sie wieder aufgebaut werden. Sie wirkt daher sehr modern. Von der Kirche führt die Rue Ange-de-Guernisac mit vielen alten Häusern zum Place des Viarmes und von dort die Rue des Vignes zum ehemaligen Jacobinerkloster. Es beherbergt heute, nachdem es auch als Kaserne diente, das Musée des Morlaix. Hier findet man neben Exponaten zur Geschichte der Stadt und Gegenständen aus dem täglichen Leben auch jährlich wechselnde Themenausstellungen.
Eine Besonderheit in Morlaix waren die „Laternenhäuser“, die sich reiche Kaufleute und Reeder im 15. und 16. Jahrhundert bauen ließen. Diese Häuser bestanden aus drei Teilen: einem Vorderhaus mit aufwendig verzierter Fassade, einem Hinterhaus und einem nach oben hin verglasten Innenhof mit einer großen Feuerstelle. Durch diesen Innenhof gelangte Licht in alle Räume. Eine von kunstvoll geschnitzten Eckpfosten getragene Treppe führte hinauf in die Stockwerke. Ein gutes Beispiel für ein Laternenhaus ist das Maison dite de la duchesse Anne (hier soll Anne de Bretagne 1505 auf dem Weg zu einer Walfahrt Rast gemacht haben) welches auch besichtigt werden kann. Für deutsche Besucher werden Erklärungen auf Deutsch bereitgehalten und für Gruppen können Führungen auf Deutsch organisiert werden.
Empfehlenswert ist auch der Aufstieg zum Square du Château von wo aus man einen schönen Ausblick auf die Stadt und das Viadukt hat.



