Die auch als „Blumeninsel“ bekannte Ile de Bréhat liegt nur wenige Kilometer von der bretonischen Küste bei Paimpol entfernt. Es handelt sich nicht wie man meinen könnte um nur eine Insel sondern man müsste eigentlich vom Bréhat Archipel sprechen. Bréhat ist der Name der Hauptinsel, die durch einen regelmäßigen Schiffsverkehr mit dem Festland vebunden ist. Durch den starken Tiedenhub der hier herrscht, sind viele der kleineren Inseln nur bei Flut per Schiff zu erreichen.
Die 3,5 km lange und 1,5 km breite Hauptinsel Bréhat (bretonisch: Enez Vriad) besteht aus einer Nord und einer Südinsel die durch die Brücke Pont Vauban verbunden sind. Die beiden Inselteile werden gut durch ihren Beinamen „L’île des fleurs et des rochers roses“ (die Insel der Blumen und der rosa Felsen) beschrieben, wobei man die Blumen vor allem auf der Südinsel und die roten Felsen vor allem auf der Nordinsel findet. Die von der Pointe de l’Arcouest bei Paimpol ablegenden Schiffe legen je nach Wasserstand an einem der drei Anleger von Port-Clos auf der Südinsel an.
Auf Bréhat gibt es, außer für Rettungsdienst und Behörden, keine Autos. Am Hafen finden sich zahlreiche Fahrradvermietungen. Die Insel lässt sich aber sehr gut zu Fuß erkunden. Erster Anlaufpunkt nach dem Anlegen wird für die meisten zunächst mal der Dorfplatz von Le Bourg sein. Hier finden sich neben vielen Restaurants und Souvenir Shops auch öffentliche Toiletten und das Syndicat d’initiative de Bréhat.

Etwas unterhalb der Chapelle de St. Michelle liegt ein kleiner See, der durch eine Sperrmauer vom Meer abgetrennt wurde. Durch das in der Sperrmauer eingelassene Wehr strömte früher das Wasser in bzw. aus dem See und trieb dabei eine Gezeitenmühle, die Moulin de Birlot an.
Die Nordinsel
Überquert man die Pont Vauban genannte Brücke Pont ar Prat zu Nordinsel, nimmt die Häuserdichte ab und die Landschaft wird etwas rauher. Als erstes fallen die Sémaphore und der 1862 erbaute Leuchtturm Rosédo in der Mitte der Insel auf. Er hat eine Reichweite von 37 km und gehört zu einer Kette von Leuchttürmen in der Nordbretagne zwischen Cap Fréhel und den Sept-Iles. An der Nordostspitze der Insel steht der Leuchtturm Le Paon (von „penn“, äußerster Rand) auf den roten Granitfelsen. Er wurde hier 1949 wieder aufgebaut. Am Fuße des Leuchtturms befindet sich ein Plattform, von der sich ein wunderbarer Blick auf die zerklüftete Nordküste bietet.


Lunas Hundetipp
Wuff, wir dürfen kostenlos mit Herrchen und Frauchen auf die Fähren. Die Inselbewohner denken sogar an uns Touristenhunde und stellen uns Eimer und Schüsseln mit Wasser raus. Gerade im Sommer ein willkommene Erfrischung.
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