Die kleine Gemeinde Locmariaquer ist ca. 9 km südlich von Auray und etwa 12 km von Carnac entfernt. Sie befindet sich auf einer Halbinsel, die den Golf von Morbihan vom Atlantik trennt. In Locmariaquer sind einige der bedeutensten Überreste der Megalithkultur zu finden. Ab dem Ortseingang einfach den Schildern „Site des mégalithes“ oder „Table des Marchand“ und „Grand Menhir Brisé“ folgen.
Der Eintritt kostet 5€. Direkt darauf hinweisen, das man einen Audioguide mit deutscher Sprache benötigt. Man gelangt zunächst in einen Kinosaal in dem eine kurze Dokumentation zu den Forschungen in Locmariaquer gezeigt wird. Der Film ist in französicher Sprache, die deutsche Version kommt per Audioguide.
Im Freien findet man die folgenden Megalithbauwerke:
„Grand Menhir brisé“

Die um 4.500 v.Chr. errichtete Steinreihe wurde ca. 4.300-4.200 v.Chr. zerstört. Ob sie umgestürzt sind oder absichtlich umgestoßen wurden konnte die Wissenschaft bis heute nicht klären.
Der Dolmen „Table des Marchand“

Der Tumulus d’Er Grah
Dieses gigantische Monument (140m lang) gehört zu den Grabstätten mit einer geschlossenen Gruft. Es muss für eine wohlhabende Person gedacht gewesen sein, darauf deuten seine Größe und die gefundenen Materialien hin. Der ||Tumulus|| entstand in vier Bauphasen zwischen 4.500 bis 4.000 v.Chr.. Im 19. Jahrhundert kannte man von d’Er Grah nur die Grabkammer, die bereits zuvor geplündert worden war. Das nördliche Ende ist heute nicht mehr vorhanden, da es als Steinruch genutzt wurde. Daher auch der zweite Name d’Er Vinglé ( auf Bretonisch „Steinbruch“). Trotz einer punktuellen Ausgrabung durch Zacharie Le Rouzic im Jahr 1908 geriet das mit Pflanzen bewachsene und zum Teil eingestürzte Monument bis 1991 in Vergessenheit. Im darauf folgenden Jahr erhielt der ||Tumulus|| nach einer Restaurierung seine ursprüngliche Größe zurück.



