Im 6. Jahrhundert ließ sich der Bischof (und heute walisische Heilige) Maklovius auf der – bei Flut vermeintlichen Insel an der Côte d‘ Emeraude (Smaragdküste) nieder. Die Stadt wurde von einer mächtigen Festungsmauer umgeben, die man heute fast komplett begehen kann und von der man einen fantastischen Blick auf das hier grün bis indigoblaue Meer hat. Die Befestigungsmauer bewahrte die Stadt vor vielen Kriegen. Im Hugenottenkrieg erklärte sich die Stadt als unabhänigig. Aus dieser Zeit stammt auch der Wahlspruch „Ni Francais, ni Breton: Malouin suis!“, Weder Franzose noch Bretone, Bürger von St.
Malo bin ich!
Die Festungsstadt St. Malo wurde während des 2. Weltkrieges – vom 1. – 14. August 1944 – stark zerstört. Beim Wiederaufbau hielt man sich an das alte Vorbild und bemühte sich um die Wiederherstellung des alten Charakters der Stadt, was auch sehr gut gelang. Heute befinden sich im Stadtteil innerhalb der Festungsauern hauptsächlich Behörden und Geschäfte. Man kann die Altstadt durch mehrere Stadttore betreten an denen man auch einen Aufgang auf die Stadtmauer findet.
Von der Festungsmauer aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf den Mündungstrichter der Rance, die vorgelagerten Inseln und Forts. Betritt man die „Intra Muros“ an der Porte St. Vincent gelangt man zunächst auf den Place Chateaubriand. Der Dichter lebte als Kind im Haus Nr. 2, das heutige Hotel White. Am Platz liegt das Chateau welches besichtigt werden kann und auch das Heimatmuseum enthält. Neben vielen Informationen zur Geschichte der Stadt hat man aus den Türmen einen wunderbaren Ausblick. Am Platz Chateaubriand kann man auch die Festungsmauern betreten. Als erstes fällt der Blick auf das 
Vom Hafen St. Malos starten auch die Fährschiffe zu den Kanalinseln Guernsey, Jersey und Sart.
Das Gezeitenkraftwerk an der Rance
Auch in der Nähe, in der Mündung der Rance, zwischen St. Malo und Dinard, befindet sich das weltweit größte Gezeitenkraftwerkprojekt seiner Art. Am 26.11.1966 wurde der 750m lange Staudamm, der das Kraftwerk enthält, feierlich eingeweiht. Das entstandene Staubecken hat eine Oberfläche von 22km² und einen Nutzinhalt von 184 Mio. m³. Bei einem Tidenhub von bis zu 12m produzieren 24 Turbineneinheiten hier Strom für ca. 250.000 Haushalte. Dabei strömen ca. 18.000 m3 Wasser pro Sekunde durch die Turbinen.
Die Anlage befindet sich durchschnittlich 2.200 Stunden pro Jahr in Betrieb. Sie ist jedoch extrem korrosionsanfällig und hatte gravierende negative Auswirkungen auf das Ökosystem des Flusses.
Weltweit gibt es nur wenige Standorte, die für ein solches System geeignet wären.




