Tag 12: Île de Batz

Heute stand eines der Highlights unseres Urlaubes auf dem Programm: die Fahrt zur Île de Batz. Dazu hieß es nach dem Frühstück schnell los zu kommen. Ziel war um 10:00 Uhr in Roscoff zu sein und die Fähre um 11:00 Uhr zur Insel zu bekommen. Details dazu hatten wir ja schon am Vortag erkundet.

10:00 Uhr schafften wir nicht ganz aber um 10:15 Uhr hatten wir unser Auto auf einem der großen Parkplätze an der „Rue Célestine Seite“ in Roscoff abgestellt und konnten uns auf den Fußweg zum Anleger machen. Am Ticketschalter war nicht all zu viel los aber am Anleger warteten schon mehrere Kindergartengruppen auf die Fähre. Diese kam auch schon in den alten Hafen von Roscoff eingefahren. Zuerst durften die Kindergarten-Gruppen an Bord der L’Hermine. Dann war noch etwas Platz und es durften auch noch andere Personen mit an Bord. Die L’Hermine legte dann deutlich vor 11:00 Uhr ab und fuhr los Richtung Ile de Batz.

Info-Box

Die Überfahrt (Hin und Rück) kosteten im Juni 2023
– Für Erwachsene: 10€
– Für Kinder von 4 bis 11 Jahren: 6€
– Für Kinder unter 4 Jahre: 2€

Website der Vedettes de l’Ile de Batz ( ): www.vedettes-ile-de-batz.com

Nach etwa 15 Minuten Fahrt kamen wir am Anleger der Insel an und konnten wieder von Bord gehen. Die Île de Batz ist rund 3,5 km lang und 1,5 km breit. Direkt am Hafen befand sich auch ein Office de Tourisme wo wir eine Karte der Insel und einige Informationen zu Öffnungszeiten der Sehenswürdigkeiten und Restaurants auf deutsch bekamen. Die Hauptsehenswürdigkeiten wie der Leuchtturm, der Garten von Georges Delaselle, die Ruine der Kapelle Sainte-Anne sowie einige Orientierungspunkte und Restaurants sind aber überall ausgeschildert und auch die ungefähre Zeit die man zu Fuß benötigt. Auch Fahrradverleihe gibt es mehrere so dass auch einer Erkundung der Insel per Rad möglich wäre.
Auf der Insel wird viel (biologische) Landwirtschaft betrieben und Gemüse wie Zwiebeln, Kohl, Kartoffeln und Fenchel angebaut. Gedüngt wir vornehmlich mit Algen, die um die Insel herum geerntet werden.

Unser erstes Ziel auf der Insel war dann die Kirche Notre-Dame-du-Bon-Secours, die 1873 anstelle einer gleichnamigen Kapelle gebaut wurde. Die Spitze des früheren Glockenturms wurde im Jahr 1889 durch den heutigen Kirchturm ersetzt. Eine der drei Glocken im Kirchturm ist aus dem Jahr 1857 und stammt aus der ehemaligen Kapelle Notre-Dame-du-Bon-Secours. Der antike geschnitzte Hochaltar stammt aus dem Jahr 1873. Wir schauten uns in der Kirche um und folgten von dort aus den Wegweisern zum Leuchtturm am westlichen Ende der Ile de Batz. Es wurde eine Wanderzeit von 30 Minuten angegeben die aber sicher ohne die Begleitung von Kindern bestimmt wurde.

Am Leuchtturm, für dessen Besichtigung aber noch zu früh dran waren, legten wir eine Mittagspause ein und verzehrten unser mitgebrachtes Picknick.

Nach unserem Picknick wanderten wir über die Straßen und befestigten Wege zunächst Richtung Insel-Mitte. Dabei sahen wir immer wieder Traktoren mit Gemüse oder Geräten zur Bodenbearbeitung und Bauern bei der Ernte und Pflanzung von Gemüse. Wir wanderten vorbei am Ententeich, an dem wir einige Enten mit Küken beobachten konnten, und dann weiter zur östlichen Inselspitze. Dort schauten wir uns zunächst die Ruine der Chapelle Sainte-Anne an. Sie wurde Ende des 11/Anfang des 12 Jahrhunderts erbaut. In den Überresten findet man noch Heiligenfiguren.

DIrekt hinter der Kapelle liegt ein Restaurant und direkt daneben der Garten von Georges Delaselle. Er war ein Versicherungsangestellter, der sich bei seinem Bretagneurlaub in die Region und insbesondere in die Insel verliebte.

Info-Box

Der Eintritt in den Garten von Georges Delaselle kostete im Juni 2023:

  • Erwachsene : 6 €
  • Studenten : 5 €
  • Kinder (7 bis 16 Jahre) : 3 €
  • Kinder unter 7 Jahre : Gratis

Zahlung mit Karte wird bevorzugt (funktioniert auch mit deutscher Bankkarte, Karte (mit Chip zuerst einführen), kontaktloses bezahlen funktionierte nicht).

Hunde sind an der Leine zu führen!

Website ( ): www.jardin-georgesdelaselle.bzh

Nach der Besichtigung des Gartens machten wir uns auf den Weg zum Hafen. Dort angekommen mussten wir aufgrund der herrschenden Ebbe noch ein ganzes Stück weiter den Anleger runter laufen. Dort wartete noch die L’Hermine. Aber sie wartete nicht auf uns, sondern fuhr einfach los…. Zum Glück konnten wir aber schon die nächste Fähre, die Fée des Legendes, sehen, die kurz darauf anlegte und uns an Bord lies. Auch die Rückfahrt dauerte wieder etwa 15 Minuten. Doch auch in Roscoff mussten wir aufgrund der Ebbe weit laufen. Die Fähre legte an der extra angelegten, 600m langen, Seebrücke an über die wir dann zum Hafen laufen mussten. Von hier steuerten wir den Parkplatz an und hielten auf dem Weg zum Ferienhaus bei einem bekannten amerikanischen Restaurant an, dass versteckt in einem Industriegebiet von St.-Pol-de-Léon liegt.

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